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Ein spannender Reisebericht über Neuseeland von Martin Hammerl und Alexander Pavlovic mit vielen Bildern

Neuseeland - Durch das Fjordland zum Milford Sound


 


Neuseeland




Ayers Rock







Milford Sound























Queenstown
Te Anau






Reisebericht von Martin Hammerl & Alexander Pavlovic

Es ist der 3. Jänner 2007, 6 Uhr morgens und die Strahlen der Morgensonne scheinen zwischen den Wolken hindurch auf den kleinen Ort Te Anau. Te Anau, mit seinen knapp 3.000 Einwohnern, liegt am Rande des Fjordland National Parks auf der Südinsel Neuseelands und ist ein idealer Ausgangspunkt für einen Besuch des Milford Sounds.


Bereits kurz nach 7 Uhr sind wir mit unserem Mietwagen unterwegs. 165 km und ca. drei Autostunden trennen uns noch vom absoluten Highlight unserer Neuseeland-Rundreise. Die „Milford Road“ zählt zu den schönsten Straßen der Welt und ist zugleich die einzige Möglichkeit, auf dem Landweg zum Sound zu gelangen. Zunächst geht es vorbei am Lake Te Anau zum Eglinton River in ein langes Gebirgstal. Leider verdecken inzwischen nebelartige Wolken die Sonne und verhüllen die Bergspitzen fast zur Gänze. Die landschaftliche Schönheit des Tals lässt sich somit nur erahnen. Mit Hoffen  und Bangen zugleich blicken wir in jene Richtung, wo wir den Milford Sound vermuten. Wird uns das Wetter wohlgesinnt sein? Immerhin zählt die Gegend mit über 180 Regentagen und ca. 7.000 mm Niederschlag pro Jahr zu den regenreichsten Gebieten der Erde.

Ungefähr 35 Kilometer vor dem Milford Sound öffnet sich plötzlich die Wolkendecke und die Berge werden von strahlendem Sonnenschein und kräftigem Tageslicht beleuchtet. Nun erstrahlt die einzigartige Natur in ihrer vollen Pracht. Wir durchqueren unterschiedlichste Gebirgsregionen, die uns teilweise an die österreichischen Alpen erinnern.


Landschaftliche Schönheit des Fjordes

Kurze Zeit später sind wir fast am Ziel: Lediglich der über 1 km lange Homer Tunnel muss noch durchfahren werden. Der Tunnel ist einspurig, unbeleuchtet und feucht. Die gefahrlose Durchfahrt wird mittels automatischer Blockabfertigung sichergestellt. Am anderen Ende des Tunnels erwartet uns ein mehrere km langes, mit Regenwald bewachsenes Tal.

Als wir schließlich beim Milford Sound ankommen, ist der Himmel wolkenlos und die landschaftliche Schönheit des Fjordes lässt uns sprachlos werden. Obwohl wir uns mitten in der Hauptsaison befinden, bekommen wir sofort ein Ticket für die Bootsrundfahrt durch den Sound und 30 Minuten später sind wir auch schon unterwegs.

Faszination der Gletscher


Die Bootstour ist schlichtweg faszinierend. Von beiden Seiten des Fjordes stürzt Schmelzwasser von den Gletschern in zahlreichen Wasserfällen ins Meer. Auf der linken Seite ragt der 1.692 m hohe Mitre Peak empor – einer der höchsten Berge, die sich unmittelbar vom Meer erheben. Vorbei an den nicht weniger beeindruckenden Fairy Falls geht es zur Anita Bay. Von hier aus beginnt das offene Meer. Kalter Wind bläst uns ins Gesicht und erinnert uns daran, dass wir uns an einer geografisch exponierten Lage auf der Südhalbkugel befinden. Zurück geht es an der anderen Seite des Fjordes entlang. Stirling Falls nennt sich eine weitere Formation von grandiosen Wasserfällen und bei „Seal Point“ genießt ein gutes Dutzend Seehunde die traumhafte Mittagssonne. Nach knapp zwei Stunden befinden wir uns wieder am Ausgangspunkt unserer Bootsfahrt.


Imposantes Hochgebirgs-Regenwaldtal


               Hier sind die Bilder

 

Die Rückfahrt mit dem Auto ist dann nicht weniger spektakulär, denn jetzt zeigt sich das imposante Hochgebirgs-Regenwaldtal im Schein der ungetrübten Nachmittagssonne. Überdies müssen wir feststellen, dass wir bei der Hinfahrt aufgrund unserer Begeisterung viele Details übersehen haben. Es geht zunächst die bereits bekannte Strecke zurück nach Te Anau. Nach einem kurzen, obligatorischen Tankstopp erfolgt die Weiterfahrt in das 250 km entfernte Queenstown, dem nächsten Highlight unserer Reise.


Tipps:

  • Um größtmögliche Flexibilität zu gewährleisten, empfiehlt es sich, den Milford Sound (ebenso wie die gesamte Südinsel Neuseelands) mit dem Mietwagen zu erkunden.
  • Unbedingt in Te Anau voll tanken. Treibstoff ist beim Milford Sound (der einzigen Tankmöglichkeit auf der Strecke) extrem teuer.
  • Übernachten im Milford Sound lohnt sich im Allgemeinen nicht. Der Ort ist im Rahmen eines Tagesausfluges von Te Anau aus bequem zu erreichen.
  • Es ist auch möglich (wenngleich entsprechend teurer), den Milford Sound von Queenstown aus mit einem Kleinflugzeug zu besichtigen.
  • Ein Tagesausflug von Queenstown in den Sound mit dem Mietwagen oder Bus empfiehlt sich aufgrund der langen Fahrtzeit nicht.

 



Queenstown





Te Anau
Queenstown
 


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