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SARDINIEN

  

Einer alten sardischen Mythologie zufolge ...

... hatte Gott bereits die ganze Welt mit all ihren Ländern und Meeren erschaffen. Die übrig gebliebenen Felsbrocken warf er ins Meer und stampfte sie mit dem Fuß fest. Von der bereits fertigen Schöpfung nahm er nun das jeweils Beste und verteilte es auf dem Ichnus (d.h. „Fußabdruck gleich der Inselform“). Daraus entstand ein „kleiner Kontinent“ mit allen nur erdenkbaren Landschaftstypen: Sardinien

Die sardischen Ureinwohner

- ein Völkergemisch, Sardinien gehört zu den ältesten Erdteilen dieser Welt. Neuerste Funde menschlicher Geschichte in Sardinien werden bis zu 200.000 Jahre zurückdatiert. Es waren Völker verschiedenster Herkunft, welche die Insel in ihren Anfängen besiedelten, was daraus schließen lässt, dass die Sarden nicht ein einheitliches Volk, sondern vielmehr ein buntes Völkergemisch sind, die sich im Laufe der Jahrhunderte in Sprache und Kultur einander anglichen.

Nuraghen – Sinnbild der Symbiose von Mensch und Natur

Etwa 1.800 – 500 v. Chr. entstanden auf der gesamten Insel tausende megalithische Wehrtürme, Bauwerke und Grabstätten, die sog. Nuraghen, deren Überreste wie ein Teil der karstigen Landschaft wirken. Diese meisterhaften Festungsbauten verdeutlichen aber auch den zutiefst kriegerischen Charakter der Nuraghenkultur, da die einzelnen Stämme stets untereinander verfeindet waren. Ab dem 7. Jhdt. v. Chr. nahm die Unterwerfung der sardischen Bevölkerung durch sich immer wechselnde Eroberer ungehindert ihren Lauf. Die Sarden waren ihren Feinden durch ihre Gespaltenheit weit unterlegen und mussten sich ihrem Schicksal fügen. Etwa im 10. Jhdt. n. Chr. begann die Zeit der künstlerischen, kulturellen und religiösen Entwicklung, in der viele Monumente mittelalterlicher Kunst entstanden.

Die entscheidende Veränderung

1861 gliederte sich das unabhängige Königreich Sardinien in das Königreich Italien ein. 1946 wurde Italien Republik und Sardinien eine der 20 italienischen Regionen. Heute leben auf der Insel rund 1,65 Mio. Menschen. Die Hauptstadt Sardiniens ist Cagliari, mit ungefähr 230.000 Einwohnern.

Historische Sehenswürdigkeiten

Das gegenwärtige Sardinien zählt zu den fortschrittlichsten Regionen Europas, doch die Spuren der Vergangenheit sind allgegenwärtig: Nuraghen, Domus de Janas (Feen- Häuser), Steinsetzungen und Riesengräber (Tombe di Giganti) zeugen von lang vergangenen Kulturen und bereichern das heutige Urlauberparadies mit einzigartigen Schätzen. Aber auch prachtvolle Bauwerke und interessante Fundstätten vieler Fremdherrschaften zeigen ihre verblichene Macht gegenüber dem ursprünglichen sardischen Volk.

Sardinien ist nicht nur eine wunderschöne Insel im Mittelmeer

sondern auch ein Land der Künste, reich an eindrucksvollen Zeugnissen der Malerei, Bildhauerei und Architektur. Vor allem die sakrale Kunst des Mittelalters, die unvergleichlichen Fassaden der romanischen Kirche von Saccargia oder auch die Kirche San Pietro in Sorres, sind namhafte Sehenswürdigkeiten, die jährlich viele Tausende Besucher anlocken.

Die Natur dominiert die Landschaft – nicht der Mensch

2.400 km weitgehend unberührtes Küstenland, kristallklares Wasser, rosa Flamingos, weiß schimmernde Sandstrände, turmhohe Sanddünen, türkisfarbenes Wasser sowie bizarre Felsformationen laden zum Träumen und Erholen ein. Selbst der in den letzten Jahren zunehmende Tourismus hat dieses natürliche Gleichgewicht nicht zerstört, was unter anderem auf das seit Jahrhunderten verankerte Bewusstsein der Sarden, in Einklang mit der Natur zu leben, zurückzuführen ist. Die Naturschönheit der Insel zieht – neben den überwiegend an der weltberühmten Costa Smeralda residierenden Reichen und Schönen – Urlauber aus allen Ländern an.

Hohes Alter

Nirgendwo leben mehr 100-Jährige als auf Sardinien. Der Grund dafür ist in der einfachen Lebensführung und Kost zu finden. Sardinien ist ein Land der kulinarischen Köstlichkeiten: frisches Brot aus dem Holzofen, herzhaftes Fleisch am Spieß, fangfrische Meeresfrüchte, der weltberühmte sardische Schafkäse Pecorino, Obst und Gemüse direkt vom Bauern und ein vollmundiger Wein höchster Qualität lassen jedes Genießerherz höher schlagen.

Mit der Fähre nach Sardinien

Neben dem Luftweg ist auch die Anreise mit einer Fähre vom italienischen Festland (z.B. von Ancona) beliebt, nicht zu kostspielig und hat den Vorteil, mit dem eigenen Auto die vielen Sehenswürdigkeiten bequem erreichen zu können. Sardinien und seine Einwohner empfangen und begeistern sowohl die sportlich Aktiven, die kulturell Interessierten, die faulenzend Genießenden, als auch Kinder und Jugendliche jeden Alters mit ihrer offenherzigen südländischen Gastfreundschaft und veranlassen somit, immer wieder zurückzukehren.


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