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Segeltörn Mittelmeer - Segeln, Mitsegeln, Rhodos, Marmaris, Fethiye ...



Marina von Marmaris
Nach einer Nacht zieht es uns wieder in die Natur. Weit weg vom Lärm und Tourist-Specials. Schon zum Frühstück ist es heiß in der Marina von Marmaris. Eine türkische Rasur nehme ich kurz vorm Ablegen noch mit. Heute steht in erster Linie Baden auf der, beim Frühstück angelegten, Tagesordnung. Einen Tag mit weniger Segeln ist drin. Wir nehmen uns eine Bucht am Mittag und eine am Abend vor. In der Zweiten werden wir auch über Nacht ankern. Die Bucht von Ekincik ist tief eingeschnitten. Das Ufer ist dicht mit Bäumen bewachsen. Mit den anderen Booten unserer Flotte liegen wir im „Päckchen“ - die Boote sind zu einer großen Insel aneinander befestigt. Abends veranstalten wir eine Dinner-Party in unserem Cockpit. Geschlafen wird wieder draußen.

Felsengräber von Dalyan und Riesenschildkröten
Der leichte Kater am nächsten Morgen wird mit einem Sprung ins Mittelmeer bekämpft. Vormittags steht, für die die wollen, eine Tour zu den lykischen Felsengräbern von Dalyan und Riesenschildkrötengucken auf dem Programm. Alles zusammen für 17,50 Euro. Dafür holt uns das Ausflugsboot direkt von unserem Liegeplatz ab. Wir bekommen tatsächlich Riesenschildkröten zu sehen und fotografieren die Felsengräber, die eindrucksvoll in den Berg gehauen sind. Am Mittag hat der Wind deutlich zugenommen.



Die Bucht von Kizil Kuyruk Koyu
Wir verlassen die Bucht, in Richtung Kizil Kuyruk Koyu, die Bucht für die nächste Nacht. Das gemütliche Segeln, das wir die Tage vorher erlebten, ist auf dieser Strecke vergessen. Schnell merken wir, dass es an diesem Nachmittag unbequem werden wird. Oder man merkt, dass man super Segelwetter hat. Mit Windstärke 4-5 und immerhin neun Knoten segeln wir zum Etappenziel. Das sportlichere Segeln schlägt dem ein- oder anderem Crew-Mitglied auf dem Magen. Im Dunkeln erreichen wir die Bucht von Kizil Kuyruk Koyu, die eine eindrucksvolle Steinküste bietet und auch Ziel diverser Ausflugsboote ist. Zu einer langen Nacht kommt es heute nicht mehr. Die, denen die Seekrankheit unterwegs erwischt hat, tauschen sich über die Symptome aus.


Guten Morgen Sonnenschein

Die Crew-Hymne „Guten Morgen Sonnenschein“ ertönt beim wach werden auf Deck. Der stärkere Wind von Gestern hat deutlich abgenommen und schon früh ist es wieder heiß an Bord. Ein Teil der Crew entschließt sich zum Landgang. Auf der Halbinsel soll es Ruinen zu besichtigen geben. Das Boot samt Skipper treffen wir auf der anderen Seite der Halbinsel wieder. Zwei Stunden sind wir unterwegs und treffen auf dem Weg, außer ein amerikanisches Pärchen, nur eine Schildkröte. Die Ruin Bay, in der wir wieder an Bord gehen, ist die schönste des Törns.



Schwimmen, Sonnen, Schnorcheln

Wir entschließen uns noch einige Stunden mit Schwimmen, Sonnen und Schnorcheln zu verbringen. Später geht es weiter zum nächsten Übernachtungsplatz, zur Sarsela Koyu. Hier kann man erahnen, wie die Bucht in der Hochsaison aussehen würde. Tretboote liegen am Steg und die Strandbar, die viel Sitzplätze bietet, wird gerade nur von einigen Einheimischen besucht. Wieder ankern wir mit den beiden anderen Booten im Päckchen. Zwar ist der Strand der Bucht einladend, doch wir entschließen uns den Abend an Bord zu verbringen.

Fethiye
Das Ziel, des für mich letzten Segeltages heißt Fethiye - Mal wieder eine Stadt. Teile der Crew werden von dort aus am Samstag zum Flughafen von Dalaman fahren. Einige Meilen auf See heißt es für den letzten Tag. Vormittags fahren wir noch einen kleinen Naturhafen an. Noch einmal kommt die Schnorchelausrüstung zum Einsatz und noch einmal werden Fotos von Küste und Meer gemacht. Nach ein paar Stunden machen wir uns auf den Weg. Die breite Bucht, in der Fethiye liegt, taucht früh vor uns auf. Lange segeln wir auf die Stadt zu. Abschiedsstimmung liegt in der Luft. Wir haben leichten Wind von hinten und gemütlich nähern wir uns der Stadt. Die Marina, ist wie die Stadt selbst, noch ein Stück größer, als die in Marmaris. Sollte man den Luxus, wie eine Dusche und Waschbecken im ansprechenden Design, die vergangene Woche an Bord vermisst haben, bekommt man sie in der Marina von Fethiye. Am Abend, nach dem Essen, geht es auf die Partymeile. Bei türkischer Live-Musik und Raki geht der Törn zu Ende.

Morgens geht es mit dem Bus nach Dalaman, von dort über Istanbul zurück nach Deutschland. Erholt, die Batterien aufgeladen und die Cronos vermissend.

Mehr Infos und Bilder zum Törn auf:
www.join-the-crew.com
 











 

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